Sommer im Naturgarten

Viele bunte Blumen...........

Ich liebe meinen Garten und im Sommer verbringe ich täglich mehrere Stunden darin. Zur Zeit sind es allerdings meistens die Morgenstunden, denn am Nachmittag wird es unerträglich heiss. Es gibt so viel zu sehen, zu bewundern und zu entdecken! All die vielen bunten Blumen mit ihren fantasievollen Formen und ihren leuchtenden Farben.
Viele davon habe ich irgendeinmal ausgesät, aber nun haben sie diese Aufgabe übernommen und suchen sich den passenden Standort selber.
Andere, vorallem einheimische Planzen waren schon hier oder haben den Weg in meinen Garten alleine gefunden.
Besonders freue ich mich über all die Insekten, die sich auf den Blüten tummeln – Wildbienen und Honigbienen, pelzige Hummeln, schillernde Schmetterlinge, grosse und kleine Käfer, springfreudige Heuschrecken und viele unterschiedliche Fliegen und Wespen.

Holzbiene auf Stockmalve
Holzbiene auf Stockmalve
Goldwespe auf Lauchblüte
Goldwespe auf Lauchblüte
Distelfalter auf Dost
Distelfalter auf Dost
Pinselkäfer auf Rapunzel
Pinselkäfer auf Rapunzel
Baumweissling auf Kartäusernelke
Baumweissling auf Kartäusernelke
Heuschrecke auf Kartäuser-Nelke
Laubheuschrecke auf Kartäusernelke

Knackiges Gemüse und süsse Früchte..........

Die Blumen wachsen auch zwischen dem Gemüse. Nachtkerzen leuchten zwischen Aubeginen und Zucchini, Schafgarben und Wegwarte stehe zwischen Fenchel und Lauch. An Sonnenblumen wachsen Stangenbohnen hoch und zwischen den Kürbisblätter zeigen sich hübsche Mohnblüten.

Staketenzäune, Hagelnetze und Mulchschicht.......

Drei Gärten haben wir im Laufe der Zeit angelegt. Der Kleinste grenzt direkt ans Haus, ein Zweiter liegt unterhalb unserer Werkstatt an einer sonnigen Trockenmauer und der dritte Garten liegt etwas ausserhalb auf einer kleinen Ebene, mitten in einer Blumenwiese.
Unser Haus und die Gärten haben wir mit einem selbstgmachten Staketenzaun eingezäunt. Nicht, dass uns das besonders gefallen würde. Aber will man in dieser Gegend etwas ernten, bleibt einem gar nicht anderes übrig. Es gibt hier viele Wildtiere, wie Rehe, Hirsche, Wildschweine und Dachse, die auch gerne frisches Gemüse und saftiges Obst geniessen würden.
Und es gibt viele, viele Ziegen hier. Diese witzigen und intelligenten Tiere ziehen in grossen Herden am Haus und an den Gärten vorbei. Sie sind sehr neugierig und in Sachen Fressen richtige Gourmes. Zur Zeit leben sie aber auf der Alp und kommen erst im Laufe des Septembers wieder zurück.

Kleiner Garten mit Hagelnetz

Über allen Gärten hängt ein Hagelnetz, das verhindert, dass die Pflanzen von Hagelkörner durchlöchert werden. Für eine passionierte Gärtnerin gibt es nichts ärgerlicheres und traurigeres, als einen durch Hagelschlag dahingemetzelten Garten.
Den Boden deckt eine dicke Mulchschicht aus getrocknetem Gras ab. Mulchen hat viele Vorteile. In diesem heissen Sommer beugt die Schicht vorallem der Austrocknung des Gartenbodens vor und verhindert so, dass unser kostbares Wasser auf die ausgetrockneten Böden gegossen werden muss.

Musse und Entspannung

In jedem Garten, ob er nun gross oder klein ist, gibt es spezielle Lieblingsorte. Lauschige Plätzchen zum  Ausruhen und Träumen. Ich sitze sehr gerne auf der Treppe vor dem Haus, vorallem am Abend, wenn die Steinplatten noch warm sind von den vielen Sonnenstunden.
Oder da gibt es auch noch den kleinen Tisch beim Teich im Schatten der Birke. Hier jagen die Libellen übers Wasser und bleiben in ihrem Schwirrflug kurz vor mir stehen, um mich neugierig zu betrachten. Und manchmal  küsst mich hier die Muse und flüstert mir eine kleine Geschichte ins Ohr….vielleicht von Plüm und Flämmchen…www.montebarca.ch/bildergeschichte-zwergengeschichte

Schmutzige Fingernägel, Schweisstropfen und Rückenschmerzen.........

Trotz der vielen Arbeit, die so ein Naturgarten macht, möchten ich keinen dieser Sommer-Gartentage missen. Die Kletterrosen am Haus sind bereits verblüht und auch der Klatschmohn verliert jetzt schon seine letzten roten Seidenblütenblätter. Leise Wehmut………..
Doch halt: jetzt zeigt sich erst noch der August. Die Feigen, die Aprikosen und die Trauben sollen noch reifen!
Es gibt noch viel zu tun und die Fingernägel müssen wohl auch noch einige Male geschruppt werden.

Ich wünsch Euch allen noch viele warme, ertragsreiche und glückliche Sommergartentage!

Eli

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